Wir sind zuversichtlich, dass wir damit den illegalen Markt zum Großteil in die Legalität kanalisieren können.
| Altersgruppe | Umsatzanteil | Durchschnittlicher Monatsumsatz pro Kunde | Bevorzugte Plattform |
|---|---|---|---|
| 18-29 Jahre | 28 % | 85 € | Mobile App |
| 30-44 Jahre | 41 % | 112 € | Mobile / Desktop |
| 45-59 Jahre | 24 % | 98 € | Desktop / Ladengeschäft |
| 60+ Jahre | 7 % | 65 € | Ladengeschäft / Desktop |
Und auch Oddset hätte eine Zukunft, wenn es mit den privaten Anbietern unter gleichen Bedingungen konkurrieren könnte.
Ergebnis: Von 100 Euro, die ein Spieler einsetzt, gehen lediglich 50 Euro als Gewinn zurück; das ist nicht konkurrenzfähig. Zum anderen gibt es hier faktisch eine starke Konkurrenz, die es bei einem Monopol eigentlich gar nicht geben dürfte. Sowohl in Deutschland selbst als auch erst recht im Ausland platzieren zahlreiche Sportwetten-Anbieter erfolgreich Wetten über das Internet. Auch sie unterliegen zwar in Deutschland einem Werbeverbot, aber sie nutzen das Internet – und das kennt keine nationalen Grenzen. Vor allem zahlen sie in Deutschland weder Steuern, noch leisten sie Abgaben.
Von 100 eingesetzten Euro fließen etwa 90 Euro wieder als Gewinn zurück. Diese beiden Entwicklungen haben dazu geführt, dass die Umsätze der Oddset-Wette von rund 550 Millionen Euro im Jahr 2005 auf nur noch 185 Millionen Euro im Jahr 2009 abgestürzt sind – weniger als 3 Prozent des Gesamtumsatzes des Deutschen Lottoblocks. Nun könnte man sagen: Prima, der Kampf gegen die Spielsucht hatte offenbar Erfolg. Aber das Gegenteil ist der Fall: Im gleichen Zeitraum explodierte der formell illegale Markt privat veranstalteter Sportwetten. Heute wird er auf über 7 Milliarden Euro in Deutschland geschätzt.
Das ist für unsere Gesellschaft und insbesondere für den Sport, ohne den es diese Wetten überhaupt nicht geben könnte, nicht hinnehmbar: Dieser gigantische Umsatz wird in Deutschland erzielt, ohne dass der Staat oder der Sport daran auch nur mit einem Cent partizipierten. Und die Art und Weise, wie er erzielt wird, ist durch keinerlei Leitplanken geregelt. Weil es sich um einen illegalen Markt handelt, greifen hier keine Regulierungen. Wer sich auf diese Wetten einlässt, ist vor unseriösen Angeboten, auch vor besonders Sucht fördernden Wetten nicht sicher. Der derzeitige Zustand erinnert ein wenig an die Phase der Alkohol-Prohibition in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in den USA. Legale Wetten würden für die Wetter ungleich attraktiver, denn die Gewinnausschüttungen lägen bei über 80 Prozent der Einsätze.
Vor allem die staatlichen Lotto-Unternehmen wehren sich dagegen.
Diese Lizenz wird außerdem mit einer Reihe von Bedingungen verknüpft: Es werden nur Wetten auf Ergebnisse zugelassen. Wetten auf leicht zu beeinflussende Ereignisse – wie etwa auf den nächsten Einwurf – werden ausgeschlossen. B. Schaffung der Möglichkeit der Selbstsperrung des Spielers. Für diesen Weg streiten wir mit aller Kraft – in den Anhörungen, die die 16 Ministerpräsidenten veranstalten, und in vielen Einzelgesprächen.
Erkennbar ist, dass es eine Lösung gegen den Sport nicht geben wird. Um es noch einmal klar zu sagen: Nicht die Profi-Clubs und Profi-Ligen sollen von unserem Weg profitieren, sondern der gemeinnützige Sport. Der Profi-Sport erwartet keine direkte Förderung, sondern hat ein Interesse an möglichen Einnahmen durch die in unserem Modell zulässigen Werbe- und Sponsoringmaßnahmen. Diese Frage muss und kann allein die Politik beantworten. Wir stellen uns vor, dass die Abgabe als Anteil an den bet tipico einzahlungsmoglichkeiten Umsätzen, nicht am Ertrag definiert wird. Sie tun das nicht aus Sorge um die Einnahmen aus Oddset – die sind mittlerweile so marginal, dass sich der ganze Aufwand kaum noch lohnt.
| Wettart | Umsatzanteil | Durchschnittlicher Einsatz | Trend |
|---|---|---|---|
| Ereigniswette (Vorhersage) | 45 % | 12,50 € | stabil |
| Live-Wette | 38 % | 18,20 € | stark steigend |
| Systemwette / Kombi | 12 % | 24,80 € | leicht steigend |
| Sonstige (z.B. Spezialw.) | 5 % | 9,50 € | stabil |
Nein, sie befürchten vielmehr, dass mit einem solchen Schritt zwangsläufig auch das Monopol für die Lotterien fallen würde – und dann ginge es für sie ums Einge-machte. Wir halten diese Sorge vor dem sogenannten Dominoeffekt für unbegründet.
Weil die Menschen sich ihr bet sportwetten online casino Bedürfnis nach alkoholischen Getränken nicht nehmen ließen, setzte sich die Prohibition nie durch, sondern führte in Wirklichkeit zu einer immer größeren illegalen Produktion von Alkoholika – ohne staatliche Qualitätsvorgaben und -kontrollen. Produktion und Vertrieb von Alkohol wurde das Kerngeschäft der rasch anwachsenden organisierten Kriminalität. Vergleiche hinken immer, und natürlich ist ein Monopol noch keine Prohibition. Aber wichtig ist die Erkenntnis, dass verbreitete menschliche Bedürfnisse – und dazu zählt ganz offenbar auch die Leidenschaft zu wetten – sich nicht einfach administrativ in enge Formen pressen lassen, sondern dann ihre eigenen Wege suchen und schließlich womöglich in die Illegalität abdriften. Das aber liegt weder im Interesse der Gesellschaft noch in dem des Sports.
Fakt ist: Die Grundlage jeder Sportwette ist eine Leistung, die der Sport erbringt. Unter großem materiellen, aber auch ideellen Aufwand organisiert er Sportveranstaltungen, derer sich Dritte bedienen, um daraus für sich ein Geschäft zu machen. Dagegen ist der Sport aus unserer Sicht rechtlich zu schützen – ähnlich wie ein Autor, der einen Song schreibt, oder ein Erfinder, der eine Entdeckung macht. Hier liegt übrigens auch der fundamentale Unterschied zu den Lotterien: Die veranstalten die Lotto-Gesellschaften selbst, in eigener Regie; bei den Sportwetten nutzen die Wett-Unternehmen hingegen nicht eigene Veranstaltungen, sondern die des Sports. Solange sie dafür nichts zahlen, sind sie Trittbrettfahrer ohne Fahrschein.
Deshalb ist ein gesetzliches Veranstalterschutzrecht, das die Veranstalter von Sportereignissen vor deren Verwertung ohne ihre Zustimmung schützt, angemessen und überfällig. Der DOSB schlägt vor diesem Hintergrund für den gesamten deutschen Sport vor, einerseits das Monopol für die Lotterien unbedingt zu erhalten, weil sie die entscheidende Säule der Finanzierung des gemeinnützigen Sports bilden, und andererseits für den Bereich der Sportwetten ein staatlich reguliertes und kontrolliertes Konzessionsmodell zu schaffen. Danach darf eine Sportwette nur veranstalten, wer dazu vom Staat eine Lizenz erhält. Dafür zahlt der Lizenznehmer eine Gebühr zur Abgeltung des reinen Verwaltungsaufwands – und zusätzlich eine Sportwettenabgabe, die jährlich abhängig vom Umsatz zu entrichten ist und die neben dem Fiskus dem gemeinnützigen Sport zugute kommen soll. Sie ist auch als Gegenleistung dafür zu sehen, dass der Sport die Nutzung seiner Veranstaltungen für die lizensierten Sportwetten zulässt. Beide Bereiche, die Lotterien und die Sportwetten, unterschiedlich zu behandeln, ist nicht nur sinnvoll.
| Anbieter | Mobile Umsatzanteil | Desktop Umsatzanteil | Ladengeschäft (sofern vorhanden) |
|---|---|---|---|
| Tipico | 68 % | 22 % | 10 % |
| bet365 | 78 % | 22 % | 0 % |
| Bet-at-home | 71 % | 29 % | 0 % |
| Oddset (Staatl.) | 42 % | 18 % | 40 % |
Denn das europarechtliche Kohärenzgebot gilt keineswegs über sämtliche verschiedenen Glücksspielarten – dann müsste alles, von den Geldspielautomaten über die Casinos bis zu Lotto und den Sportwetten – gleich geregelt werden, was schon heute nicht der Fall ist.
Er muss spürbar sein und zugleich marktgerecht. Der Korridor liegt unseres Erachtens zwischen 3 Prozent und 10 Prozent. Man wird sehen, wo die Abgabe sich einpendelt. Unser zentrales Anliegen ist, die Integrität des sportlichen Wettbewerbs zu sichern und Manipulationen und betrügerische Machenschaften bei Sportwettkämpfen zu verhindern. Dies ist auch ein öffentliches Interesse, das dem Ziel der Suchtbekämpfung in nichts nachsteht. Vielmehr verpflichtet es dazu, die einzelnen Beschränkungen innerhalb der jeweiligen Glücksspielarten kohärent zu regeln.
Genau über diese Frage wird der Europäische Gerichtshof in Kürze entscheiden; die Schlussanträge des Generalanwalts in Sachen Mengozzi geben exakt unsere Position wieder. Unter uns Menschen gibt es offensichtlich ein natürliches Bedürfnis zu wetten, und der Sport liefert dafür die populärste Folie.
Dieses Bedürfnis in legale, verantwortbare Sportwetten zu kanalisieren, damit die Spreu der unseriösen, Sucht gefährdenden Angebote vom Weizen seriöser Angebote unter staatlicher Kontrolle zu trennen, den Sport zum Nutzen seiner gemeinnützigen Arbeit angemessen zu entschädigen – das ist das Ziel unseres Vorschlags, den die Ministerpräsidenten unserer 16 Länder hoffentlich hören und ab 2012 umsetzen.“
Hier gibt es keine nennenswerte Konkurrenz zum staatlichen Veranstalter, der seine Lottoscheine in rund 24.000 Annahmestellen in ganz Deutschland anbietet. Die Abgabenstruktur im Monopol ist naturgemäß nicht am Markt orientiert, sondern an den Interessen des Gemeinwohls, dessen Vertreter, der Staat, ja das Monopol definiert. In dem Chart sehen Sie, wie die Spieleinsätze verwendet werden: Knapp 17 Prozent gehen für die Lotteriesteuer drauf, gut 20 Prozent für „Abgaben für gute Zwecke“ und rund 13 Prozent für die Administration. Bleiben knapp 50 Prozent, die als Gewinne ausgeschüttet werden. Ganz anders sieht es im Bereich der Sportwetten aus.
Hier ist das Monopol weder akzeptiert noch durchgesetzt. Gleich nach Einführung der staatlichen Oddset-Wette wurde das Monopol durch eine private Veranstalterin in Bayern, die sich auf die Berufsfreiheit berief, angegriffen. Das Bundesverfassungsgericht gab im März 2006 im Einklang mit der europäischen Rechtssprechung grundsätzlich beide Wege frei: Abschaffung des Monopols für Sportwetten und deren Öffnung für private Veranstalter oder aber dessen Fortführung – aber nur unter der Bedingung, es stärker als bisher an dem öffentlichen Interesse der Bekämpfung von Spielsucht und Kriminalität auszurichten und auf Werbung zu verzichten. Die Länder entschieden sich mit dem geltenden Staatsvertrag für den zweiten Weg. Seitdem darf der Deutsche Lottoblock weder für seine Produkte werben noch zur Verbreitung das Internet nutzen.
Das führt zu absurden Situationen, etwa bei der FIFA-WM 2006. Dann kam die erwähnte Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts – und Oddset hatte das zweifelhafte Vergnügen, wie alle anderen Sponsoren den vollen Beitrag in zweistelliger Millionen-Höhe zahlen zu dürfen, ohne jedoch in Erscheinung treten zu können. Da sage noch einer, es gebe in der Wirtschaft keine altruistischen Neigungen. Das Monopol steht hier nur noch auf dem Papier: Zum einen ist das staatliche Angebot entscheidend gehandicapt durch das Werbeverbot, den Ausschluss des Vertriebs über das Internet und vor allem die wenig attraktiven Gewinnquoten. Brav zahlen die staatlichen Veranstalter die 16 2/3 Prozent Lotteriesteuer (wohlgemerkt: nicht auf den Ertrag, sondern auf den Umsatz!) und führen die „Abgaben für gute Zwecke“ ab.